Deutschland ohne Bargeld – gute Idee oder nicht?

3. Juli 2015 1 Kommentar
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Verschiedene Medien (1, 2) berichten gerade, dass unser NRW Finanzminister sich dafür ausspricht, Bargeldzahlungen zu beschränken. Die Argumente dafür sind so erwartbar wie der Sonnenaufgang:

  1. Kriminelle Geschäfte werden meist in Bar durchgeführt
  2. Der Bund verliert Steuereinnahmen durch Bargeld

Beides ist natürlich vorgschoben. Was hier passiert ist vielmehr ein weiterer Baustein im Projekt „Gläserner Bürger“. Denn nicht umsonst hört man in jedem guten Krimi, die Ermittler sollen der Spur des Geldes folgen. Und Bargeld ist nun einmal das Mittel der Wahl, wenn man sich unbeobachtet bewegen möchte.

Stellt Euch mal vor, Ihr könntet nicht mehr Bar beim Tanken bezahlen. Oder die Zugfahrt. Oder den Bus. Schon heute möchte zum Beispiel die Bahn für viele Fahrkarten Ausweispapiere sehen. Ein Datenberg gigantischen Ausmaßes könnte entstehen, wenn zunächst Barzahlungen eingeschränkt und irgendwann verboten werden.

Klar, das ist paranoide Spinnere höre ich den einen oder die andere sagen. Und in der Tat, noch vor einer Weile hätte man es leicht gehabt solche Gedanken so abzutun. Aber können wir das angesichts von Snowden und den NSA/BND-Skandalen wirklich? Eher nicht.

Und ja, auch die eher konservative Presse erkennt inzwischen, dass Bargeldloses leben als Zwang nicht nur Vorteile mit sich bringt. Beim Bayrischen Rundfunk zum Beispiel in einem interessanten Beitrag: Der gläserne Zahler

Dieser Artikel beleuchtet auch noch einen zweiten Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion oft zu kurz kommt:

Wenn es kein Bargeld mehr gibt, gibt es auch keinen echten Geldbesitz mehr. Was ich besitze ist ein Konto und eine Karte, die Hoheit über mein Geld hat die Bank. Und aus gutem Grund sollte man hinterfragen ob es sinnvoll ist, die Möglichkeit abzuschaffen, das eigene Geld auch zu Hause aufbewahren zu können. Wie die gibt es nicht? Das sagt Ihr nur, bis die Banken demnächst Negativzinsen auch von Kunden nehmen. Und Ihr nicht nur „Kontoführungsbühren“ zahlt. Sondern neben Kredit- auch Aufbewahrungszinsen.

Es gibt genau zwei Gruppen, die von einer Einschränkung direkt profitieren: Die Überwacher und die Geldinstitute. Verlieren kann mal wieder nur der Bürger.

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So kennen (und lieben?) wir Deutschland ja – nicht

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Das muss man sich mal vorstellen – Schäuble zeigt mal wieder genau wen er vertritt.

Das geht das Bundesverfassungsgericht hin uns sagt, die bisherige quasi-freistellung von Unternehmenserben von der Erbschaftssteuer verstößt gegen das Grundgesetz und die sozialen Grundsätze unserer Republik.

Dann geht Schäuble (sorry fährt) hin und „ändert“ das Gesetz. Mit dem Ergebnis, dass nur noch 99% (!) der Unternehmenserbschaften steuerfrei sind. Und was passiert dann?

Unternehmerverbände, die CSU (wer überraschit ist, hebe die Hand), aber auch Politiker aus der SPD laufen Amok. Nein, nicht dagegen das Schäuble die Steuerungerechtigkeit de facto zementiert, statt sie abzubauen. Sondern wegen des 1%:

Sie alle toben. Sie sprechen von einer drohenden Kernschmelze in der deutschen Wirtschaft. Von einem Ausverkauf des „German Mittelstand“. Von einem Vorschlag, der an „Sozialismus“ grenze. Welch Drohkulisse. Welch gewaltige Kaliber. Meinen sie wirklich denselben Gesetzesentwurf? Der 99 Prozent der Firmenerben weiterhin verschont?

Es ist so absurd, dass es fast unglaublich klingt. Und auf der anderen Seite ist es genau das, was man erwartet. Und das ist das wirklich skandalöse: Wir erwarten ja schon gar nicht mehr, dass sich die Bundesregierung für den Sozialstaat stark macht. Oder gar für das Volk.

Wer 5 Minuten Zeit hat, sollte man den ganzen Artikel lesen:

Jammernde Unternehmenserben99 Prozent steuerfrei? Ist uns zu wenig!

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Warum ich bei Volvo Mühlenhort kein Auto mehr kaufen werde

28. Juni 2015 1 Kommentar
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Letztes Jahr im Juni habe ich nahe bei Bremen bei der Mühlenhort – Gruppe einen Volvo XC60 D5 AWD gekauft. Noch nicht alt und keine 50.000km gelaufen. Der Preis war dem Alter und der Laufleistung angemessen. Und mit dem Kauf gab es ein Jahr Garantie.

Anfang Juni war der Wagen in Inspektion (knappe 500€) bei einer lokalen, auf Volvo spezialisierten Werkstatt. Alles Tacko, wie sollte es auch anders sein. Doof nur, dass es einige Tage später anders gewesen ist:

Auf dem Weg nach Hause stieg Rauch aus der Motorhaube. Oh oh…

Also mal schnell in die Garantieunterlagen geschaut: Oh Glück! Bis Ende Juni noch Garantie!

Doch, oh weh, ein Blick ins „Kleingedruckte“ brachte dann üble Vorahnungen. Denn dort wird im Grunde alles ausgeschlossen, was kaputt gehen könnte. Nicht ausgeschlossen sind so Dinge wie die Ölwanne. Aber alles was sich bewegt oder irgendwie „kaputtgehwürdig“ scheint: nada. Für die Klimanalage ist z. B. ALLES ausgeschlossen außer des Lüfters. WTF?

Denn genau die Klimaanlage war das Problem: Der Kompressor war verstorben. Reparatur für Stammkunden 1000€

Und meine Vorahnung bewahrheitete sich: Auf Anfrage meiner Werkstatt lehnte das Autohaus Mühlenhort natürlich nicht nur die Beteiligung im Sinne einer Garantie ab. Sondern auch jede Form von Kulanzlösung.

Ich habe jetzt einen sehr ausführlichen und sehr enttäuschten Brief an Volvo Deutschland geschickt, nachdem mich das Social-Media-Team darauf aufmerksam gemacht hat. Denn eine Premium-Marke wie Volvo kann und darf eigentlich nicht akzeptieren…

  • das an einem Oberklassemodell nach nicht einmal 70.000 km der Klimakompressor einfach verstirbt und
  • das die Garantiebedingungen von Volvo Mühlenhort den Käufer dermaßen im Regen stehen lassen.

Natürlich trage ich eine Teilschuld, weil ich nicht auf die Idee gekommen bin, mir mal die Garantie-Details durchzulesen. Nur: was hätte das gebracht? Denn als Käufer habe ich die Bedingungen so zu akzeptieren wie sie mir diktiert werden – sonst verkauft man mir schlicht das Auto nicht.

Kurzfassung ist und bleibt aber, dass ein so übler Beigeschmack bei mir entstanden ist, dass der nächste Volvo (vermutlich ein XC90) bei jedem beliebigen Händler gekauft werden kann – nur nicht bei Mühlenhort. Oder einem weiteren Händler, der mir eine Garantie verkauft, die im Falle eines Falles nicht das Papier wert scheint, auf dem sie gedruckt wird.

Ich hoffe jetzt, dass Volvo Deutschland der gleichen Meinung ist und mir eine Kulanz-Lösung anbietet. Denn die aktuelle Erfahrung ist 180° dem gegenüber gedreht, wie ich Volvo bisher wahrgenommen habe – und warum ich auch Freunde und Bekannte gerne überzeugt habe, sich einen „Schwedenpanzer“ zu gönnen.

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Warum ich nicht mit „MeinFernbus“ / „FLIXBus“ reisen würde

28. Juni 2015 3 Kommentare
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Stellt Euch vor, Ihr seid auf der Autobahn. Nehmen wir an, es ist die A40 und ihr fahrt in Duisburg auf.

Hinter Euch seht ihr einen Bus. Der näher kommt. Es ist 80 km/h und er kommt rasch näher. Dann sind vor Essen 100 km/h erlaubt und er kommt immer noch näher. Dann stellt Euch vor, im Spiegel sieht es auf der linken Spur ungefähr so aus:

FullSizeRenderLeider sieht man auf dem Foto nicht den intensiven Gebrauch der Lichthupe um die „Überholabsicht“ anzuzeigen. Weniger entspannte Autofahrer hätten das Gefühl, der drängelt. Böse Zeitgenossen würden gar den Begriff der Nötigung in den Mund nehmen.

Stellt Euch ferner vor, der Bus will dann unbedingt auf einer endenden Fahrspur noch überholen:

IMG_5604

Stellt Euch letztlich vor, dass Ihr natürlich Platz macht – und bei einem Blick auf den Tacho feststellt, dass ihr genau 100 km/h fahrt – der Bus sich aber deutlich entfernt und somit deutlich über 100 km/h fahren muss:

IMG_5605

Ich bin froh, dass wir zu zweit im Auto waren und der Beifahrer die Fotos machen konnte. Ich meine, das glaubt einem doch kein Schwein, dass man bei Tempo 100 von einem Bus mit Fernlicht auf der linken Spur genötigt wird auszuweichen und der dann mit deutlich über 100 km/h weiter fährt.

Also sorry,

mir ist klar, dass es sich hier um das individuelle Versagen eines Fahrers handelt. Aber das reicht für mich, um sicher zu sein, dass ich niemals eine Reise mit MeinFernbus  / Flix buchen werde.

 

@meinfernbus: Kennzeichen habe ich notiert, falls Ihr wissen möchtet welcher Subunternehmer und welcher Fahrer hier mit Eurem Ruf so locker umgeht…

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Wenn ich das mal mit unseren Baustellen vergleiche… Japan wtf

23. Juni 2015 Keine Kommentare
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Der NRW Justizminister Kutschaty auf dem Weg zum WTF des Jahres

14. Juni 2015 1 Kommentar
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Da blätter ich gerade anhnungslos durch das Internetz und was lese ich auf derwesten?

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) will Angriffe auf private Computer besser abwehren. Für die Justizministerkonferenz am Mittwoch in Stuttgart kündigte Kutschaty einen Vorstoß gegen Cyberkriminalität an. Nötig sei neben härteren Strafen für Hacker ein gemeinsames Vorgehen der Länder mit Herstellern von Computern und Software bei der Suche nach technischen Lösungen zum Schutz heimischer Computer, sagte Kutschaty dieser Zeitung.

Natürlich könnte man an dieser Stelle darauf hinweisen, welche Regierungsparteien gerade dabei sind, das Netz durch Bundestrojaner und VDS unsicherer zu machen. Oder welche (die gleichen) Parteien mit dem Verbot von entsprechender Software die Suche nach Schwachstellen deutlich erschwert haben. Das wäre aber zu kompliziert.

Statt dessen kann man als Minister ja auch einfach mal was behaupten:

Die jüngste Attacke auf die Computersysteme im Bundestag zeigt aus Sicht des Ministers, dass der größte Schaden durch das Zusammenschalten von Millionen manipulierter Computer angerichtet werden kann.

Wie meinen?

Vielleicht habe ich was nicht mitbekommen, aber die Attacke auf den Bundestag war nach meiner Kenntnis kein DDOS oder sowas, sondern gutes alter Social Engeneering. Schick genug Deppen einen Link, einer klickt schon. Oder eine.

Natürlich hätte Herr K das googlen können. Hätte er die notwendige Kompetenz dazu. Hat er vielleicht sogar und vielleicht wollte er einfach nur nicht?

Der Simplon in mir möchte glauben, dass Kutschaty einfach nicht weiß wovon er redet. El Paranoido ist aber der Meinung, dass er es vielleicht so weiß. Denn was könnte man machen, wenn „Millionen zusammengeschalteter Computer“ Unheil anzurichten drohen? Die Abschalten. Oder besser noch: Beobachten, dass sie gar nicht erst zusammengeschaltet verbösartigt werden. Kann man heute nicht. Aber könnte man morgen vielleicht. Das Zauberwort lautet…

Bundestrojaner

Kutschaty ist zuversichtlich, dass sich die Justizminister auf eine gemeinsame Linie gegen die Hacker verständigen können. „Wenn uns das gelingt, haben wir eines der größten Risiken der Internetnutzung beseitigt.“

Ich kommentiere das jetzt mal nicht weiter. Denkt Euch Euren Teil.

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Die Schreie der Flugzeugpassagiere…

12. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ein paar Details und Fotos hier: Spider Rooftop Paintings

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Vorratsdatenspeicherung: Und DAS sind die, die uns vertreten?

9. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Klima, Städte, Autos, Fahrräder

7. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Kategoriengedanken, mobile, ökologisch, ökonomisch Tags:

Ehe für alle

4. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Sehr geil vom ollen Ruthe:

I like

2. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ich halte nix von Fernseh.

Und noch weniger von den Talentsuchshows.

Obwohl… das hier hat mich dann doch irgendwie… erwischt!

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I like Facebook :-)

2. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Okay,

das ist dann wohl der Tag an dem die Hölle zu friert. Ich, der ich immer alle Leute überzeugen will, sich beim Gesichtsbuch abzumelden, werde die Klitsche jetzt loben.

Denn Facebook macht etwas, was ich mir von sooo vielen (eigentlich allen) Anbietern im Netz wünschen würde: sie integrieren PGP in ihre Mails.

  • Man kann jetzt seinen eigenen öffentlichen Key im Benutzerprofil hinterlegen. Damit verschlüsselt Facebook dann alle Mails an den Empfänger automatisch.
  • Noch wichtiger ist aber, dass Facebook jetzt ausgehende Mails mit dem eigenen PGP-Key signiert.

Ob die Mails von Facebook verschlüsselt sein müssen, kann man diskutieren. Es erscheint widersinnig, hier auf Vertraulichkeit zu setzen, wenn zu gleich bei jeder Gelegenheit weiter personenbezogene Daten gesammelt werden.

Die Signatur dagegen ist ein riesen Schritt zu mehr Sicherheit im Netz. Denn durch die Signatur wird es fast unmöglich, Phishing-Mails wie von Facebook kommend aussehen zu lassen. Der Empfänger kann sich sicher sein, dass die Mail vom wirklichen Absender stammt und unverändert ist. Und so kann man dann z. B. auch auf Links klicken.

Hut ab, ein wichtiger, richtiger Schritt.

Jetzt bitte noch alle anderen Anbieter im Netz, die Mails versenden.

 

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Atomausstieg: Ich hab es Euch gesagt…

29. Mai 2015 Kommentare ausgeschaltet
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In den letzten Jahren habe ich immer wieder darauf hingewiesen das es Zeichen gibt, dass die Atomkonzerne ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wollen. So habe ich z. B. schon 2011 am Beispiel E.ON dessen Exit-Strategie beschrieben.

Und heute sind wieder alle völlig überrascht, ich betone: ÜBERRASCHT, dass ein Atomkonzern sich um seine Verpflichtungen drücken will.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, heute Aufsichtsratschef des Essener Konzerns Evonik, warnt vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit der Kraftwerksbetreiber und bringt eine Teil-Verstaatlichung der Unternehmen ins Gespräch.
Quelle: derWesten<

Wenn man mich fragen würde, wie wütend mich das macht, würde ich sagen: Auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr 12. Denn man muss sich das mal vorstellen: Über Jahre und Jahrzehnte wurde mit Hilfe von offenen und verdeckten Atomstromsubventionen Milliarden verdient.

Und die versprochenen Rücklagen? Da musste ja RWE schon einräumen, dass es dir gar nicht gibt. Warum auch? Der Bund war ja so dämlich das den Konzernen zu überlassen. Wider besseren Wissens hat man nicht verlangt, dass das Geld von Anfang an in eine Stiftung oder ähnliches gelegt wird und dort dem direkten Zugriff der Konzerne entzogen ist.

Man hat sich in Berlin ohne Zögern belügen und täuschen lassen. Aber warum auch nicht, denn wenn es so weit kommt sind andere am Ruder und werden sagen: „Ja was soll ich denn jetzt noch machen???“

Und die Situation für die Konzerne ist ja auch herrlich entspannt: zur Not macht man den Laden einfach zu. Oder droht nur damit. Und schon kommen all die um die Arbeitsplätze besorgten Politiker nach vorne und rufen: „Aber das geht doch nicht“. Und dann halten RWE und Co entspannt die Hand auf. Wie schon immer.

Machen wir uns nix vor:

Die Zeche zahlten schon immer wir (in Form der Subventionen) und werden wir auch weiter zahlen (für den Rückbau). Wir sind – mal wieder – zum Wohl von Konzernen verraten und verkauft worden.

Danke CDU.

Danke SPD.

Fussball-WM ohne Deutschland!

29. Mai 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Oh mein Gott, wir werden alle sterben!

Gut, der BND hat halt in ein oder zwei Ländern mehr spioniert. Naja, vielleicht mehr als 20. Aber Scheiß drauf! Und um das Überwachen in Deutschland noch leichter zu machen, kommt mal wieder die verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung? Ach Scheiß drauf!

Die wirklichen Probleme liegen doch ganz anderswo!

Ausgerechnet da, wo es uns wirklich weh tut!

Im Fußball!

Zufälliger Weise findet genau jetzt ein Skandal rund um die FIFA statt. Wegen Bestechung, obwohl die Bestechung doch gerade erst von der FIFA als nicht existent bewertet wurde. Und zur Wiederwahl von Blatter. Und schon titelt die Rheinische Post:

WM ohne Deutschland?

Ja denn wenn wir ausgespäht werden, wenn wir belogen und betrogen werden, wenn wir für dumm verkauft werden, das ist dem Deutschen alles völlig egal. Aber Fußball! Oh mein Gott, FUSSBALL!

Sollen wir Wetten, dass das Thema FIFA nachhaltig die Themen VDS, BND, NSA und NSU aus den Medien drängt? Da wird die Merkel sich aber über so einen schönen Zufall freuen. Gerade jetzt, genau zum richtigen Zeitpunkt wird das öffentliche Interesse so gut kanalisiert. Gott sei Dank, dass es solche Zufälle gibt.

 

P.S. Natürlich wird Deutschland an der WM teilnehmen. Da steckt viel zu viel Kohle hinter. Und anders als bei den echten Skandalen der letzten Monaten würde eine Nicht-Teilnahme vermutlich wirklich zu offenen Konflikten führen.

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Und jetzt noch mal gaaaaanz langsam. Und für zum mitschreiben.

28. Mai 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Es ist wieder so weit… der Unsinn zur VDS geht in die nächste Runde:

„Die Polizei darf bei zahlreichen Delikten den Wohnraum technisch überwachen und Gesprächsinhalte aufzeichnen, darf aber nicht wissen, wer vor vier Wochen mit wem telefoniert hat“, empört sich Schulz. „Das ist eine Pervertierung des Grundrechtsschutzes.“

Quelle: heise

Wie bitte?

Eine Wohnraumüberwachung ist ein erheblicher Eingriff, der nur in wenigen Fällen und mit relativ strikter richterlicher Überwachung durchgeführt werden darf. Damit aber zu begründen, warum man gerne die letzten 4 Wochen Telefonate beliebig einsehen darf ist ja mal dreist.

Wirklich sprachlos macht aber die „Pervertierung des Grundrechtsschutzes“. Denn die Grundrecht sind Abwehrrechte. Gegen den Staat. Die kann man per Definition nicht pervertieren, denn sie sind die letzte Verteidigungslinie, die wir haben.

Und wenn ich dann lese:

Verbindungs- und Standortdaten könnten der Polizei künftig helfen, gegen „Einbrecherbanden, Kinderpornographie und Terrorismus“ vorzugehen.

Dann schnalle ich völlig ab. Gerade diese drei Beispiel eignen sich mal so gar nicht:

  • Einbrecherbanden können die VDS entspannt umgehen. Indem sie nicht oder nicht mit deutschen Anbietern telefonieren
  • Kinderpornographie durch VDS verhindern oder verfolgen? Das immer wieder gern zitierte Ammenmärchen
  • Terrorismus? Sollte es Terrorismus geben, der nicht staatsgemacht ist, werden die Terroristen nicht weniger dämlich sein als die ominösen Einbrecherbanden

Gestern schon hat Maas ja alles dazu gesagt, was man wissen muss. Nämlich das es überhaupt nichts gibt, mit dem man die VDS rechtfertigen könnte.

Aber drehen wir das mal um: Schulz als Chef des BDK wird ja vermutlich selbst Polizist sein. Als solcher hat er einen Eid auf die Verfassung abgelegt. Von daher erwarte ich von ihm seinen Rücktritt von von seinem Dienstherren ein Disziplinarverfahren, sobald auch dieser VDS-Versuch vom Verfassungsgericht gekippt wird. Und das wird er. Weil wir den Grundrechtsschutz so pervertiert haben, dass wir wenigstens ein Gericht noch haben, dass mit Augenmaß abzuwägen vermag.

 

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