Die Geheimdienste und die Daten

19. November 2017 Keine Kommentare
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Irgendwie…

es braucht heute schon viel um mich überhaupt zu schockieren. Da reicht es nicht mal mehr, wenn public wird in welch gigantischem Ausmaß die Geheimdienste dieser Welt Daten sammeln – und was sie damit anrichten könne.

Oder das sie absolut dilletantisch im Umgang damit sind:

Die Datencontainer sollen dutzende Terabyte an Rohdaten aus Überwachungen sozialer Netzwerke enthalten. Vickery lud eine Probe von 400 GByte herunter mit 1,8 Milliarden Social-Media-Beiträgen aus den vergangenen acht Jahren.

Quelle: heise

Irre. Völlig irre. Wie die Tatsache, dass auch das wieder niemanden so richtig bewegen wird. Wir sind längst dran gewöhnt, dass man alles von uns und über uns sammelt und schamlos nutzt, um uns zu manipulieren.

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Ich will keine Passwörter mehr! So tut doch was!

11. November 2017 Keine Kommentare
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Ehrlich,

ich kann es nicht mehr sehen: Melden Sie sich mit ihrer Mail-Adresse und ihrem Kennwort an.

Und bitte legen Sie für jeden Online-Service ein eigenes und bitte sicheres (aka möglichst unmerkbares) Kennwort an. Und wenn sie es vergessen haben, beantworten Sie bitte folgende Fragen, deren Antworten Sie auch längst vergessen haben.

Oder:

Bitte nutzen Sie unsere Datenkrake „Anmeldung über Facebook“, damit wir sie möglichst lückenlos überwachen können. Aber merken und ändern Sie ihr Facebook-Passwort besser nie, damit man ihnen nur noch ein Passwort klauen muss.

Oder:

Speichern Sie doch einfach alle Passwörter im Browser, im Browser des Handy, im Browser des Tablett und was weiß ich nicht wo. Damit jedermann der Zugriff auf Ihr Gerät hat, auch Zugriff auf alle ihre Passwörter hat. Und damit Sie immer genau an dem Gerät gerade sind, an dem das Passwort nicht gespeichert ist, dass Sie genau JETZT brauchen.

Gibt es da keine bessere Lösung?

Mir schwebt sowas vor wie: Anmeldenamen eingeben und via Handy einen einmal nutzbaren Code empfangen. Einige Dienste bieten das heute zusätzlich, was noch nerviger ist: Ich gebe Namen UND Passwort ein und bekomme DANN eine Pin zugesendet. Kann man das nicht vereinfachen?

Natürlich ist das Risiko dann der Verlust des Handy. Auf der anderen Seite sind (vor allem die Eierphones) bei Verlust relativ gut geschützt und zum anderen stehe ich nicht auf und lasse mein Handy liegen – weil es ohnehin jede Menge sensible Daten enthält.

Oder vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit, von der ich keine Ahnung habe.

Aber Passwörter können doch 2017 nicht der Weisheit Schluß sein?

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Probleme bei der Synchronisation von Musik auf Apple-Geräte

4. November 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal glaub ich ja ich spinne.

Folgendes Phänomen:

Wenn ich mein iPhone oder iPad synchronisiere, funktioniert das Backup problemlos. Will ich aber aus einem Backup eines der Geräte wieder herstellen oder lösche ich eine Playlist und will die wieder auf das Gerät übertragen, bricht die Synchronisation gelegentlich ab.

Also völlig unplanbar: Mal gehen 100 Lieder über das Kabel oder WLAN, mal nur eines. Fehlermeldung ist immer, dass das iPhone nicht synchronisiert werden konnte.

Ich habe so ziemlich alles getestet:

  • Als erstes ein anderes (originales) Kabel. Same Trouble.
  • Dann alle anderen nicht relevanten USB-Geräte ausgestöpselt. Das habe ich gemacht, weil beim Abbruch des Sync mein Canon-Scanner immer initialisiert wurde. Das macht zwar keinen Sinn, aber wer weiß. Keine Änderung
  • Synchronisation nur via WLAN. Vielleicht ist ja mein USB kaputt. Same Trouble.
  • Gerät zurücksetzen und komplett neu einrichten: immer noch.

Nachdem ich dachte, frag mal das Internet, war ich auch nicht schlauer. Das Problem ist wohl bekannt, Lösungen aber hat keiner. Oder doch, einer. Denn ein Foren-Beitrag aus 2010(!) brachte die Lösung:

Alle Musik, die ich übertragen will, markieren, und dann einen beliebigen ID3-Tag verändern. Ich hab in das „Comment“-Feld einfach einen Punkt „.“ eingefügt. Und siehe da, es geht. Zwei Dinge sind jetzt an dem Phänomen interessant:

  1. Es besteht seit mindestens 2010 und scheint Apple nicht zu stören
  2. Es deutet darauf hin, dass entweder iTunes oder das Gerät selbst glaubt, dass bestimmte Lieder schon auf dem Gerät wären und nicht aktualisiert werden müssen. Offensichtlich werden die Datenbanken für Updates nicht synchron gehalten. Warum zum Henker allerdings bei jeder Synchronosation der Abbruch an anderer Stelle erfolgt, erschließt sich mir auch nicht.

Aber falls mal jemand von Euch Probleme hat, Musik mit Apple-Geräten zu synchronisieren: Versucht es mit dem ID3-Tag.

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Ein Terroranschlag in den USA. Und niemand hört davon.

12. Oktober 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe gerade das Buch „American War“ gelesen und daran musste ich denken, als ich folgenden Artikel las:

The man authorities say left an explosive device at Asheville Regional Airport on Friday morning that contained ammonium nitrate and fuel oil said he was preparing to „fight a war on U.S. soil,“ according to a criminal complaint filed in federal court.

Öh wie jetzt?

Gut, dass die Bombe vor der Explosion gefunden wurde. Und interessant, dass der vermutliche Täter auch gar keine Probleme hat zuzugeben, dass er einen „Krieg auf US-Boden“ führen wollte.

Und eigentlich sollte man jetzt erwarten, dass wieder alle frei drehen. Müsste nicht Trump drüber Twittern? Irgendwer schärfere Gesetze fordern? Der Untergang des Abendlandes beschworen werden? Stellt sich raus: Nein.

Allerdings hat „The Intercept“ eine interessante und durchaus plausible Idee warum das nicht so ist:

The story didn’t go viral and Trump didn’t tweet about it because the bomb was not placed by an immigrant, or a Muslim, or a Mexican. It was placed there by a good ol’ white man, Michael Christopher Estes. Unlike the Las Vegas shooter, Stephen Paddock, whose motive is still hard to discern, Estes wanted to be very clear that his ultimate goal was to accelerate a war on American soil.

Und genau das solltet Ihr auch hier im Auge behalten: der NSU konnte nur deswegen 10 Jahre mordend durch Deutschland ziehen, weil niemand auf die Idee kam, die Mordserie zu verbinden und als (Rechts-)Terrorismus zu markieren. Statt dessen machen wir uns in die Hose vor vermeintlichen islamistischen Schläfern und gehen steil auf jeden Bericht der andeutet, es könnte ein Ausländer eine Gefahr sein.

Dabei sind die Gefahren aus der Mitte der Gesellschaft heraus viel wahrscheinlicher und oft auch realer. Wir erlauben uns nur, dass unsere Aufmerksamkeit immer in die Richtung gelenkt wird, die gerade opportun oder „hip“ ist.

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Und das poste ich jetzt auf Facebook *irres kichern*

9. Oktober 2017 Kommentare ausgeschaltet
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IT

2. Oktober 2017 1 Kommentar
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Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit, „IT“ in OV in Duisburg zu sehen. Dafür habe ich sogar eine Cache-Tour vorzeitig beendet 😉

Es war eines der ersten Bücher, die ich von Stephen King gelesen habe und es war grauenvoll…. gut. Ich habe es verschlungen, denn die Geschichte um die Loser/Lover war absolut beeindruckend.

Die Neuverfilmung lehnt stark am Vorgänger von 1990 an und erlaubt sich. Das ist erst mal nicht schlecht. Allerdings konnte der originale Film mich nicht vom Hocker hauen, weil einfach zu viel aus dem Buch fehlte. Dafür war die Spannung sehr subtil und prägend.

Das ist auch der größte Unterschied zum neuen Film: Während der IT im ersten Film nur sehr sparsam eingesetzt wurde, ist er im neuen Film quasi omnipotent. Und wo man früher auf subtilen Horror gesetzt hat, setzt man heute auf CGI und teilweise auch Splatter-Momente.

Das Problem dabei ist, dass die immer wieder auftauchenden Horrorgestalten – so genial sie auch animiert sind – schnell an Reiz verlieren. Dass der neue IT trotzdem ein guter Film ist, liegt an etwas anderem:

Er ist als erster Teil konzipiert und dreht sich nur um den Clubder Loser/Lover und wie sie sich treffen. Das ist richtig schön und mit ausreichender Zeit erzählt, so dass man auch als außenstehender und nicht lesender Mensch ein Gefühl für die Welt bekommt, die King hier geschaffen hat.

Das dabei das wahre Wesen von IT etwas zu kurz kommt, ist fast schon Nebensache, denn der Boss-Fight am Ende ist trotzdem spannend zu sehen. Und das Ende macht auch Lust auf den zweiten Teil.

Insgesamt also ein Film, den man durchaus gucken kann – auch wenn man das Buch gelesen hat. Und das macht ihn schon zu was besonderem. Man sollte den Film aber nicht gucken, wenn man keine Splatter-Szenen mag. Das eine oder andere abgerissene Gliedmaß inklusive.

Übrigens: Ich finde den Film wirklich gut besetzt – ganz ohne Stars  können die Jungs und Mädchen sich auf der Leinwand entfalten und ich finde, dass die Auswahl der Charaktere wirklich nah an die Vorstellungen kommt, die man sich nach dem Buch macht.

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Kingsman 2

24. September 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Ende März 2015 lief im Kino Kingsman – und der war ausgesprochen gut und sehenswert. Also kam natürlich Kingsman 2 auch auf die Liste für dieses Jahr.

Ich hatte mir im Vorfeld ein paar Gedanken gemacht. Vor allem die „Veramikanisierung“, die man schon sehr schön im Trailer sieht, machte mich nervös. Denn erinnert Ihr Euch noch an Transporter? Der war cool. Aber erinnert Ihr Euch noch an Transporter 2? Nein? Eben, das war die veramikanisierte Fortsetzung, die so unsagbar schlecht war, dass man sie sofort vergaß.

Und Kingsman 2?

Um es kurz zu machen: Meine Befürchtungen waren berechtigt. Und wenn man von sehr wenigen humorigen Stellen  absieht, ist Kingsman 2 ein grottenschlechter Film geworden. In dem schon die Handlung so durchgeknallt gaga ist, dass selbst ein Elton John im Federkostüm sie nicht zu retten mag. Von den teilweise absurd schlechten schauspielerischen Leistungen der Darsteller mal ganz abgesehen.

Auf der anderen Seite erobert Kingsman einen Top-Platz. Auf der Liste der schlechtesten Filme 2017.

Mögen kann man den nur, wenn man auf billige Flachwitze und die eine „erotische“ Szene steht. Ansonsten ist das Geld für die Karte besser in den Dönerladen VOR dem Kino investiert, als IM Kino.

Kategorienfilm, Kino Tags:

Wie geil ist das denn?

17. September 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Social Bots der AFD

31. August 2017 1 Kommentar
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Wenig überraschend setzt die AFD im Wahlkampf auf das Internet und hier auf „Social Bots“. Ich habe mir erlaubt, mal ein paar Honeypots zu basteln, mit denen ich meine Theorie, dass es diese AFD-Bots gibt, zu belegen versuche.

Und siehe da, man muss nicht lange warten. Was allerdings erstaunt ist, dass die AFD sich dümmer anstellt, als ich vermutet habe. Denn die Social Bots suchen natürlich nach Beiträgen anderer Parteien und bevorzugen gut kommentierbare Blogs, wie solche mit WordPress und ohne Captcha.

In solchen Blogs und unter solchen Beiträgen tauchen dann Kommentare auf, die formal „richtig“ scheinen.

Gemeinsamkeiten sind:

  • Es wird immer ein Vorname genannt,
  • die Mail-Adresse ist immer VornameNachname@bekannterFreemailer.de und
  • die Stimme wird immer der AFD gegeben.

Sieht man mal von dem leicht durchschaubaren Muster ab, gibt es aber noch was viel amüsanteres.

Was?

Na guckt Euch nur mal 3 der Kommentare an und sagt mir, was Euch auffällt 😉

Viel auffälliger geht es doch wirklich nicht, oder?

 

(Ich habe übrigens den Eindruck, dass wir hier von menschlichen Bots sprechen. Nicht von Software.)

 

Kategorientechnik, wahlkampf Tags:

Podiumsdiskussion bei der RP

30. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Drüben auf der Seite der Grünen habe ich von der Podiumsdiskussion bei der RP berichtet:

Leser Fragen – Politiker Antworten

Kategorienpolitik, wahlkampf Tags:

24.09. – Deine Stimme zählt!

23. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Kategorienwahlkampf Tags:

Peinlich, peinlich…

23. August 2017 1 Kommentar
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Bei Abgeordnetenwatch bin ich auf eine doppelte Verneinung reingefallen:

Hab mal eine Mail geschrieben, ob man das korrigieren kann. Über meinen Zugang zu den Fragen geht es leider nicht 🙁

Nachtrag: ist korrigiert 🙂

 

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Mit den Menschen reden?

23. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern sind zwei Kandidatenchecks online gegangen:

Zum einen das 4-Minute-Interview mit dem WDR, zum anderen der kleine „Wahl-O-Mat“ von Abgeordnetenwatch. Bei beidem habe ich gerne mitgemacht, auch wenn man mir beim WDR ansieht, dass ich mich hinter der Kamera deutlich wohler fühle als vor ihr.

Was mir aufgefallen ist, dass bei beiden Aktionen die derzeitige Amtsinhaberin von der CDU, Sabine Weiß, nicht teilgenommen hat. Vermutlich hat sie das gar nicht nötig 😉

Auffallend ist aber auch, dass bei beiden der Blaue nicht zu sehen ist. Das ist merkwürdig, denn in einer der lokalen Facebook-Gruppen wird massiv für ihn geworben. Natürlich nicht von ihm, ihn konnte ich dort nicht finden. Also mal auf die Website seiner Partei geschaut: Dort ist er namentlich erwähnt, es gibt aber kein Foto. Also mal nach ihm mit Google gesucht. Und siehe da, in der RP ist er das eine oder andere Mal aufgetreten.

So steht dort z. B:

Als der liebe Gott die Tugend der Bescheidenheit verteilt hat, war der frisch gewählte Landtagskandidat der AfD, Renatus Rieger, gerade nicht anwesend.

Oder auch:

Unsere Redaktion versuchte, Rieger telefonisch zu befragen. Der AfD-Politiker war aber für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Und natürlich:

AfD-Politiker Renatus Rieger hat die Ablehnung seiner Kandidatur um ein Landtagsmandat durch den Kreiswahlausschuss als „eine Hexenjagd gegen die AfD“ bezeichnet.

Ich sag mal so: Damit erfüllt er so ziemlich alles, was ich erwarten würde. Bin mal gespannt ob er auf einer der anstehenden Podiumsdiskussionen auftaucht. Oder ob Sabine Weiss auftaucht.

 

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The Dark Tower – im Kino

15. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Die Bücher rund um den Dunklen Turm von Stephen King sind ziemlich spannend. Wenn man lange Geschichten mag, denn alleine die eigentliche Serie hat 7 Hauptbücher und mehrere Nebengeschichten. Dazu kommt, dass nach dem Lesen vom Turm viele andere King-Bücher gelesen werden wollen, die irgendwie mit dem Turm verbunden sind.

Und das ins Kino bringen? Auf die Leinwand? In einen Film von gerade mal 90 Minuten? Muss das nicht schief gehen?

Um es kurz zu machen: Ich hatte eine Katastrophe erwartet.

Und wurde überaus positiv überrascht. Denn der Film ist besser, als sein Ruf.

Klar, auf der einen Seite werden die Hardcore-Fans enttäuscht sein, denn jeder hat irgendwie eine Vorstellung davon,  wie die Bücher verfilmt werden können. Und dann wollen noch Leute ins Kino gelockt werden, die die Bücher nicht gelesen haben. Das ist nicht leicht, andersherum hat Harry Potter es aber auch geschafft.

Nur, wie anfangen? Eins ist klar, der Film kann keine Adaption des ersten Buches sein. Denn das ist für Leser eine echte Herausforderung und am Ende des Buches hat man mehr Fragen als Antworten. Das würde nicht gehen.

Also entschied man sich, zu Recht, ein Mashup aus verschiedenen Teilen der Buchserie zu machen. Und das ist durchaus gelungen, denn wenn man sich das Ende des 7. Buches vor Augen führt, macht das Sinn. Und kann dann auch als Erklärung dafür dienen, warum der Revolvermann mit seinen blauen Kanoniersaugen auf ein Mal von Iris Elba gespielt wird. Der seine Sache übrigens ziemlich gut macht und nur von Matthew McConnaughey an die Wand gespielt wird.

Tricktechnisch und filmisch kann der Film mit allen anderen Mithalten. Netter Gag, der allerdings irgendwann langweilig wird, sind die Anspielungen auf all die anderen Storys von King.

Ach ja, Story:

Die gefällt tatäschlich, wenn man entwender noch nie was mit dem Turm zu tun hatte – oder sich das Ende des 7. Buches vor Augen hält. Und man darf als Kenner gerne ignorieren, dass sie an die aktuelle Zeit angepasst wurde, die ersten Bücher sind ja ein paar Tage alt.

Was nicht gelungen ist, ist der Übergang in das was jetzt kommt. Der erste Film ist ja nur ein Aufschlag und wenn ich das richtig verstehe, folgen ja weiter Filme und Serien. Der Hinweis darauf, dass es weitergeht, läuft Gefahr unterzugehen. Und ist sicherlich auch einer der Gründe für zahlreiche Kritiken: Wirklich erschließen kann man sich die Geschichte mit diesem ersten Film in 90 Minuten natürlich nicht. Aber das ist halt auch gar nicht gewollt. Daraus ergibt sich aber auch ein anderes Problem, weil viele Dinge angesprochen aber nicht erklärt werden. Wer keine Ungewissheit mag, wird irritiert sein.

Mein Fazit:

Der Film macht vieles richtig und wenig falsch und ist selbst für mich, als wirklichen Fan der Serie, nice to watch gewesen. Wer sich darauf einstellen kann, dass es nur das Intro zu einer Reihe von Filmen und Serien sein dürfte, dem kann ich den Film wirklich empfehlen.

Wer erwartet, am Ende eines Films alle Fragen beantwortet und eine runde Geschichte erlebt zu haben, der könnte etwas enttäuscht werden.

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Aluhut vs. Realität

9. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Jeder kennt Filme, in denen ein Paranoider in einer mit Alufolie ausgekleideten Wohnung lebt und glaubt, er würde immer und überall überwacht. Das ist natürlich Unsinn, denn welches Interesse sollte der Staat haben, seine Bürger zu überwachen.

Zumindest denken wir das.

Buzzfeed hat jetzt mal einen selbst-lernenden Computer auf die Suche nach Spionage-Flügen über den USA geschickt. Und dabei erstaunliches gefunden.

So BuzzFeed News trained a computer to find them by letting a machine-learning algorithm sift for planes with flight patterns that resembled those operated by the FBI and the Department of Homeland Security.

Der Artikel liest sich, für Buzzfeed, bemerkenswert unaufgeregt und ist sehr spannend. Vor allem die Fragen die sich daraus ergeben und die wir uns auch für Deutschland stellen sollten. Für Deutschland, vielleicht für Europa ist da die Frage ob „unsere“ Dienste auch Überwachungsflüge durchführen.

Wichtiger ist aber die Frage: Was passiert mit all den Daten und wer überwacht die Überwacher?

Denn die Flugzeuge sind ja offensichtlich in der Lage, neben optischer Aufklärung auch Mobiltelefone, Satellitentelelfon und WiFi zu scannen und vermutlich auch relativ problemlos abzuhören.

Für mich, als Teilzeit-Aluhut ist das natürlich eine Bestätigung, zu Hause auf WLAN zu verzichten. Aber das löst natürlich nicht das dahinter liegende Problem, dass die Bevölkerung heute kaum noch mitbekommt, was um sie herum passiert – und die Menschen die Angst vor solchen Entwicklungen haben, schnell in die Spinner-Ecke abschieben. Einen Mittelweg zu finden, dürfte auch sehr, sehr schwierig sein.

Eine Lösung kann nur mehr staatliche Transparenz sein. Transparenz und Geheimdienste allerdings…. nun ja, Ihr versteht das Problem?

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