All your biometrischen Daten belong zu Apple!

26. August 2016 1 Kommentar
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Auf Heise konnte ich lesen, dass Apple einen neuen „Geniestreich“ plant:

Apple erwägt ein Sicherheitssystem, das biometrische Daten von Gerätedieben sammelt und an den Besitzer übermittelt. Entdecke etwa ein iPhone oder iPad die Benutzung durch eine unautorisierte Person, könne das Gerät verschiedene biometrische Merkmale heimlich erfassen und versteckt speichern, wie das Unternehmen in einem am Donnerstag veröffentlichten Patentantrag ausführt.

Zu den gesammelten Daten zählen laut Apple zum Beispiel Fingerabdrücke, Fotos und Videos des nicht autorisierten Nutzers, Audioaufnahmen der Umgebungsgeräusche sowie Informationen über die Aktionen, die auf dem Gerät ausgeführt werden.

Quizfrage:

Bin ich der einzige, dem dabei Angst und Bange wird? Das bedeutet nicht nur, dass heimlich Fotos gemacht und Fingerabdrücke aufgezeichnet werden. Sondern das die auch an einen Server (bei Apple) übertragen und von dort abrufbar sind. Und das bietet so viel Potential für Missbrauch, dass ich mich ernsthaft frage, was das soll.

Denn wenn es diese Daten gibt, sind sie wertvoll. Nicht nur für Hacker, sondern auch Regierungsorganisationen, die sich legal, halblegal oder illegal daran bedienen wollen. Denn wenn wir eines Wissen, dann ist das ja, dass es keine 100% sichere IT gibt. Auch nicht bei Apple.

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dafuq?

26. August 2016 1 Kommentar
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Guardians – ein russischer Super-Hero-Film, der 2017 laufen soll.

Und jetzt weiß ich auch nicht 😀

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Lohfink: Liebe Leute, kommt mal wieder runter

23. August 2016 2 Kommentare
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Normalerweise halte ich mich aus solchen Vergewaltigungs-Prozessen heraus, die mehr in der Öffentlichkeit stattfinden als da wo sie hin gehören. Manchmal aber bin ich doch sprachlos und frage mich ernstlich, was eigentlich gerade schief läuft. Und das nicht erst, seit versucht wurde, Kachelmann auch nach seinem Freispruch öffentlich hinzurichten.

Dementsprechend war mir heute morgen klar, dass das bestimmende Thema heute das Urteil gegen Frau Lohfink sein wird. Normalerweise wäre hier Klappe halten angesagt, wegen der Schere im Kopf: Egal was für eine Position Du beziehst (vor allem als Mann), irgendwer wird immer ausflippen.

Einer der ersten Blogbeiträge die mir zu dem Thema heute morgen in die Timeline gespült wurden, war der von Frau Maja. Nach dem Lesen dachte ich mir drei Dinge:

  1. Die tatsächlichen Beweggründe des Gerichts spielen keine Rolle – warum nicht?
  2. Die geschilderte Angst irritiert mich, weil der hier geschilderte Sachverhalt kaum alltäglich scheint.
  3. Das Gleichnis mit dem Alkohol irritiert mich.

Vor allem das mit dem Alkohol: Eine Vergewaltigung ist nicht mehr oder weniger schlimm, wenn das Opfer (oder der Täter) vorher Alkohol konsumiert hat. Auch wenn man jetzt die verminderte Schuldfähigkeit anführen mag, für mich persönlich ist Vergewaltigung eine Tat die unabhängig von äußeren Einflüssen statt finden: Alkohol ist so wenig ein valider Grund wie das Tragen „aufreizender Kleidung“.

Trotzdem macht die Bloggerin den Vergleich auf, dass sie sich jetzt ja nicht mehr betrinken könnte.

Mir stellt sich die Frage ob man sich überhaupt, als Mann oder Frau, in irgendeiner Umgebung betrinken sollte. Denn das ist für mich etwas, dass ich völlig separat bewerte. Betrunkene stellen gerne eine Gefahr für sich und ihre Umwelt dar.

Insofern halte ich es auch für gefährlich zu sagen, dass wenn keine K.O.-Tropfen attestiert werden konnten (neben anderen Ungereimtheiten, die das Urteil laut Presse aufzeigt) – ist es dann klug zu sagen, dass es egal ist ob K.O.-Tropfen oder Alkohol im Spiel waren? Die Schlussfolgerung ist natürlich richtig, dass es keinen Unterschied machen darf ob das Opfer betrunken war oder nicht. Es muss aber einen machen, wenn die Tat noch mals verschlimmert wurde, wenn das Opfer unter Drogen gesetzt wurde.

Ich habe Frau Maja in einem Tweet darauf hingewiesen, dass ich das für problematisch halte. Leider bietet Twitter nur 140 Zeichen und ich wäre gerne in eine Diskussion darüber eingestiegen. Die Antwort aber überraschte mich doch:

. achso! Also ich besoffen bin und mich jemand vergewaltigt bin ich selbst schuld? Ich bin es so leid sowas zu lesen. *kotz*

Da frage ich mich doch: Geht’s noch?

Als hätte ich das gesagt. Im Gegenteil: Frau Maja verbreitet hier schlicht die Unwahrheit, wenn sie sagt, ich hätte gesagt das Vergewaltigungsopfer selbst schuld sind, wenn sie betrunken vergewaltigt werden. Was für ein Käse.

Aber genau diese Art der hochemotionalen Reaktion ist es, die es so schwierig macht hier ein wirklich wichtiges Thema zu diskutieren. Nämlich den Spagat zwischen wirksamen Schutz vor Vergewaltigung, der angemessenen Bestrafung und dem Schutz vor dem falschen Vorwurf der Vergewaltigung. Und eben auch der Bestrafung bei falschen (erfundenen?) Vorwürfen.

Damit hat sich für mich Frau Maja leider selbst aus der Diskussion auf die denkbar ungünstigste Art und Weise verabschiedet. Ihre nachfolgenden Tweets sind auch kein bisschen besonnener, sondern bringen eine extreme Wut zum Ausdruck. Weil natürlich sind die Leute die anderer Meinung sind, Anti-Feministen.

Ich weiß nicht ob ich der einzige bin, der der Meinung ist, dass Unwahrheiten und hoch emotionale Wutausbrüche genau das sind, was der Feminismus nicht braucht. Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die ich eigentlich wegen ihrer Intelligenz schätze, erkennen, wie wichtig es ist hier ein wenig mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen.

Und weswegen ich hoffe, dass wir in der gesamten Diskussion ein Level finden, das nicht von Emotion sondern von Sachlichkeit geprägt ist.

Wenn uns das nicht gelingt, werden zukünftig die besonnenen Kräfte die Diskussion scheuen. Weil sie keine Lust haben, durch Wutreaktionen wie hier dokumentiert in eine Ecke gestellt zu werden. Ich will mir nicht vor einem Post überlegen müssen, ob irgendjemand das wieder bewußt falsch versteht. Sondern ich möchte das wir uns alle als vernunftbegabte Wesen gegenüber stehen und begreifen, dass andere Meinungen nicht immer „das Böse“ sind.

Nachtrag: Ich fand den Beitrag von Udo Vetter zu dem Thema sehr lesenswert:

Damit zeigt sich, dass der Fall der denkbar schlechteste war, um ein zweifellos wichtiges Thema zu diskutieren. Nämlich die Frage, ob in Deutschland die sexuelle Selbstbestimmung ausreichend geschützt ist.

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Willkommen im IoT: Der vernetzte Sportler

22. August 2016 Keine Kommentare
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Viele Menschen reden ja vom Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und kaum einer kann sich darunter was vorstellen. Dabei gibt es eine Gruppe von Menschen, die schon heute wie selbstverständlich IoT nutzen – und sich vermutlich darüber gar nicht im Klaren sind.

Anders als man das bei Computern und compurisierter Technik erwarten würde, sind es aber nicht die Nerds. Es sind die Sportler. Na gut, vielleicht nerdige Sportler, zu denen ich mich auch zählen würde.

Denn ich lebe in einer Cloud von IoT-Devices, die mich durch den Tag begleiten. Bei dem folgenden Text bewege ich mich in der Welt von Garmin, aber ähnliche Produkte gibt es auch von zahlreichen anderen Herstellern. Ich nutze allerdings Garmin:

An meinem Rad ist ein „allmächtiger“ Radcomputer (Garmin Edge) das Herz des Ganzen: Er miss nicht nur Tempo und zahlreiche andere Daten. Er kann mich über ein Radar im Rücklicht auch informieren, wenn hinter mir Autos sind und wo sie sind. Natürlich kann er auch gleich das Frontlicht abhängig von meinem Tempo regeln und die Digitalkamera am Helm fernsteuern. Meine Strecken überträgt er, wenn ich es möchte, live ins Internet und wenn ich stürze, werden automatisch Angehörige informiert. Und wenn ich in Gruppen fahre, kann ich jederzeit sehen, wo meine Mitfahrer sind.

Das setzt voraus, dass mein Garmin Edge mit meinem Smartphone verbunden ist. Auf dem läuft Garmin Connect, die zentrale Anwendung für alle Technik drumherum. Connect empfängt die Daten vom Radcomputer und kommuniziert mit diesem. Aber nicht nur mit dem.

IMG_8413Sondern zum Beispiel auch mit meinem Fittness-Tracker, der auch aufzeichnet, wie viele Schritte ich gehe und wie viele Stockwerke ich erklimme.

Dort werden Daten noch angereichert um eine Schlafanalyse und Informationen, wie viel ich Esse. Dafür nutze ich MyFittnessPal (MFP), eine sehr populäre App zum Eintragen dessen, was man so über den Tag futtert.  Dazu kommen dann noch die Informationen aus der Waage, die ebenfalls ihre Daten in die zentrale Cloud übermittelt.

Garmin weiß wie groß und schwer ich bin, MFP wie schwer ich sein möchte. Unter Berücksichtigung meiner Aktivitäten legt dann eine Software fest, wie viel ich essen darf, um mein Gewichtsziel zu erreichen. Der Wert erhöht sich entsprechend bei körperlicher Aktivität.

Gleichzeitig wird gelegentlich geprüft, ob ich denn genug Sport treibe: Über den Tag verteilt verdonnert mich der Tracker immer wieder mal durch zartes Vibrieren dazu, den Schreibtisch zu verlassen und ein paar Schritte zu gehen. Laufe ich zu wenig, wird mein Ziel reduziert und ich bekomme motivierende Nachrichten. Laufe ich „zu viel“ wird mein Ziel für die Zukunft nach oben angepasst.

Nebenbei misst mein Armband auch den Tag über meinen Puls, etwas wozu man früher extra einen Brustgurt anglegen musste. Das Einzige, worauf ich willentlich verzichte – was aber natürlich möglich ist – ist eine GPS-Funktion um auch zurückgelegte Strecken am Tag und beim Sport direkt mit dem Armband zu tracken.

Viele der Daten kann z. B. unsere Trainerin direkt nutzen um zu schauen ob und wie wir uns an ihre Pläne halten. Und wo Optimierungsbedarf ist. Alle Daten bleiben schließlich nicht auf meinem Handy: Das dient nur zur Darstellung. Tatsächlich liegen sie natürlich im Buzzword von vor wenigen Jahren: Der Cloud, also auf Servern des Anbieters.

Jetzt kann man natürlich die Frage stellen: Warum und wozu? Geht es mir damit irgendwie besser? Bringen mir all die Daten was? Ja und nein.

Tatsächlich helfen all die kleinen Gadgets, die einen wie eine IoT-Cloud umgeben, dabei, sich bewußter zu ernähren (wenn man es nötig hat) und sich bewußter zu bewegen (wenn man es nötig hat). Da das alleine natürlich nicht unbedingt ausreicht, gibt es immer auch direkt Social Media-Komponenten: Auf MFP unterstützt man sich gegenseitig mit Lob und Rezepten.

IMG_8448Auf Garmin Connect tritt man gegeneinander an. Dabei geht es natürlich auch wieder nur um „Fake-Internetpoints“, aber das Belohnungszentrum im Hirn wird natürlich bei beidem angesprochen und meldet sich durch die Abgabe von Glückshormonen. Erster zu sein ist immer schön, letzter will niemand sein.

Damit schafft die Technik es, Sportler zu Nerds zu machen und weniger aktive Menschen zu mehr Aktivitäten zu animieren.

Natürlich hat die ganze Datensammelwut auch eine Kehrseite. Denn wo Daten sind, sind Begehrlichkeiten. Man erinnere sich nur daran, wie 2011 bekannt wurde, dass der Navi-Hersteller die Bewegungsdaten an die Polizei verkauft hat.

Was wäre jetzt, wenn die Krankenkassen gerne wüßten, was so mit ihren Kunden ist? Natürlich nicht repressiv, sondern in Form von Boni: „Senden Sie uns ihre Daten und wenn Sie sich genug bewegen, bekommen Sie Fakte-Internetpoints!“ Nennen wir die Punkte mal „Sportis“.

Wenn ich dann einkaufen gehe und für gesundes Obst noch ein paar Sportis bekomme. Für die bei MFP eingebuchte Pizza aber welche abgezogen werden? Aus den gewonnen Daten läßt sich eine Vielzahl vom Möglichkeiten ableiten, diese zu monetarisieren. Denn wer glaubt, dass Garmin die „kostenlosen“ Dienste rund um Connect „umsonst“ anbietet, der hat nicht verstanden wie Unternehmen funktionieren.

Aber in allem Negativen wartet auch was Positives. Ein Bekannter von mir hatte bei einem Fahrradwettkampf folgende Pulskurve:

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Man muss kein Arzt sein um zu wissen, dass die Spikes bis 240 nicht normal sind und ein Anzeichen für ein sehr, sehr seriöses Problem mit dem Herzen. Wenn ich jetzt schon mit meinem Armband eh einen Pulssensor 24/7 trage oder mit dem Brustgurt beim Sport mit dem Edge verbunden bin, könnten diese Sensoren eine sehr wichtige Hilfe leisten: Sie könnten mich auf eine mögliche ernsthafte gesundheitliche Gefahr hinweisen und bei Nicht-Reagieren ähnlich wie der Crash-Sensor automatisch Hilfe anfordern. Oder zumindest ans Telefon holen. Und wenn ein GPS-Empfänger verbaut ist, könnte auch eine genaue Ortung erfolgen.

Wie fast alle Technologie, die in unser Leben vordringt gibt es also Entwicklungen auf die wir achten müssen. Und solche die eine spannende Zukunft versprechen, in der z. B. schwere Folgen nach Herzproblemen deutlich verringert werden können, wenn die Nutzer der Technik gewarnt werden.

Im Moment sind die meisten Gerätehersteller nur grob untereinander (ANT+ / BT le) miteinander kompatibel. Die Brücke schlagen hier wieder andere Dienste wie z. B. Strava, die Systemübergreifend zum Wettkampf auffordern – und wieder Daten produzieren, die auch anderweitig einen Nutzen haben können.

Und jetzte stellen wir uns mal vor, in einer zukünftigen Welt können Städteplaner aus den Daten Unfallschwerpunkte ermitteln. Und so wie ich durch Radar weiß was hinter mir ist, bekommen PKW-Fahrer eine Warnung wenn sie sich einem Radfahrer nähern. Bei neu anzulegenden Trassen wird dagegen darauf abgestellt, wo welche Verkehrsart am stärksten zu fördern ist oder wo man bauliche Trennungen vornehmen sollte. Das IoT und die Cloud machen das möglich.

Gehen wir jetzt mal davon aus, dass der Mensch durchaus zu Gutem in der Lage ist, sehe ich einige sehr interessante Dinge auf uns zukommen. Und vielleicht leben wir alle ja wirklich ein bisschen bewußter, wenn uns Software und Hardware hilft, uns ein wenig genauer mit uns selbst auseinander zu setzen?

 

Der Artikel bezieht sich auf Garmin, weil wir überwiegend Garmin-Geräte einsetzen. Ich will nicht verhehlen, dass wir drüben im Radsport-Blog eine Partnerschaft mit Garmin haben. Es gab allerdings keine Aufforderung diesen Blogbeitrag zu schreiben.

Die Links gehen, sofern es sich um Links zu kaufbaren Produkten handelt, zu Amazon, da wir dort Teilnehmer am AmazonPartnerNet sind.

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Deutschland, Land der Prepper?

22. August 2016 Keine Kommentare
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Prepper, das sind jene Menschen die sich auf alles Mögliche vorbereiten. Vom Stromausfall bis zum Atomkrieg und nicht alle von denen scheinen einen gesunden Bezug zu ihrer Umwelt zu haben 😉

Daran musste ich denken, als ich gehört habe das es eine Anpassung des Zivilschutzkonzeptes gegeben hat. Und wie erwartet, sind alle politischen Parteien direkt in ihre Muster verfallen. Die einen sagen „dringend nötig, wir müssen uns auf Katastrophen und Angriffe vorbereiten“. Die anderen dagegen sagen „alles Panikmache“ und ein paar besonnene (Grüne) sagen „Ja, aber“.

Deutschland ist ein sehr sicheres Land. Mitten in Europa gelegen mache ich mir keine Sorgen vor einem plötzlichen Krieg im Land. Auch die möglichen „terroristischen“ Anschläge machen mir keine Sorgen, weil Sicherheit und Rettungswesen wirklich gut organisiert sind.

Was uns allen aber Gedanken bereiten sollte, sind Umwelteinflüsse. Das muss nicht gleich eine Katastrophe sein, aber die Wetterkapriolen der letzten Monate zeigen sehr eindrucksvoll, wie schnell man von der gewohnten Versorgung abgeschnitten sein kann.

Und auch wenn man sich heute dran gewöhnt hat, beinahe täglich frisch einzukaufen: Ist es wirklich so dumm ein paar Dosen mit Essen und ein paar Flaschen mit Wasser auf Vorrat im Haus zu haben? Damit man eben im Notfall nicht sofort auf externe Hilfe angewiesen ist? Denn die muss erst mal anlaufen und dann Prioritäten abarbeiten.

Dabei vergessen viele, wie schnell zum Beispiel Dehydration einsetzen kann. Ein Tag ohne Trinkwasser kann sehr schmerzhaft sein. Eine Kiste Wasser im Keller dagegen hält praktisch ewig und steht im Notfall schnell zu Verfügung.

Man kann also aus der Diskussion um das Zivilschutzkonzept Panikmache lesen. Und in der Tat ist die begleitende Kommunikation – wie so oft – desaströs. Man kann sich aber auch einfach mal die Frage stellen, was denn passiert wenn mal im eigenen Haushalt das Wasser für 24h ausfällt und die Straßen wegen Überflutung nicht passierbar sind. Oder der Supermarkt wegen Wintereinbruch nicht beliefert werden kann.

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Internetsecurity done wrong

19. August 2016 2 Kommentare
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Edith sagt: Ja, HE hat die Zertifikate getauscht:

Dieses ist korrekt und wurde im Zuge des Update des Betriebssystems auf unseren Plattformen durchgeführt. Wenn Sie die Zertifikate gegen prüfen möchten, finden Sie dazu unter 

https://www.hosteurope.de/faq/webhosting/sicherheit-ssl/ssl-zertifikate-webhosting-bereich/

eine Anleitung.

 


Die meisten Leute ignorieren ja „Fehlermeldungen“ gerne. Das gilt natürlich auch für falsche oder abgelaufene Zertifikate im Browser. Bei Mail verzichten witziger Weise immer noch sehr viele Leute darauf, überhaupt verschlüsselte Verbindungen zu wählen.

Ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass ich das natürlich anders sehe. Um so irritierter war ich heute morgen, dass sowhol mein Desktop, als auch mein Handy mich pflichtbewußt darauf hinwiesen, dass das Zertifikat für „meinen“ Mailserver ungültig ist:

UnbenanntIch kann mich absolut nicht erinnern, dass HostEurope mich über einen Zertifikatswechsel informiert hätte und habe mal eine entsprechende Anfrage an den Helpdesk gestellt. Bis zu einer Antwort von dort nutze ich temporär einen anderen Server. Weil dummerweise ein solcher Hinweis eben auch auf eine Manipulation an der technischen Infratruktur hinweisn kann. Und leider sind zwar alle meine Mails digital signiert, aber nur sehr wenige auch verschlüsselt.

Da möchte ich schon sicher gehen, dass der Transportweg, zumindest der Teil den ich kontrollieren kann, so sicher wie möglich ist. Sollte HE „vergessen“ haben, auf einen Zertifikatswechsel hinzuweisen (ich wüsste auch nicht wie mir die Überprüfung ohne Fingerprint gelingen sollte), wäre das natürlich ein klassischer Fall von: Das darf ja wohl nicht wahr sein.

Es ist allerdings auch möglich, dass ich die Info einfach übersehen habe….

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Suicide Squad

18. August 2016 Keine Kommentare
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Wochenende ist Kino-Zeit und so kam es, dass wir gestern im UCI waren, um Suicide Squad zu schauen.

IMG_8390Das obligatorische vorweg: Das UCI  Duisburg hat wieder alles gegeben, seinem Ruf gerecht zu werden. Schon am Eingang wurden wir damit begrüßt, dass „Hero-Night“ wäre.  Und deswegen bekamen alle Gäste einen leeren „Findet Dori“-Becher geschenkt. WTF?

Wenn es den wenigstens mit Bier oder Cola gefüllt gegeben hätte. Aber einen leeren Kinder-Becher?

Passend dazu ist dann auch gleich das Video-System zweifach ausgefallen: Erst in der Werbung und dann am Anfang des Films. Da das in Duisburg offensichtlich niemand mehr kontrolliert, mussten erst Besucher sich beschweren gehen. Das anschließend das Bild, wie so oft bei 3D zu dunkel war, ist da nur eine Randnotiz.

Aber zurück zum Film.

Direkt am Anfang werden Deadshot und Harley Quinn vorgestellt. und von Anfang an knallt der Soundtrack zum Film so richtig geil. Mit anderen Worten: Der Film hatte mich sofort. Danach fängt der Film an, in extrem hohen Maße unlogisch zu werden. Da wir zu zweit waren, konnten wir uns gut aufteilen: Julia fand die Geschichte um die Böse Hexe absolut lächerlich. Ich fand die Bilder toll und hab die Story einfach ausgeblendet.

Interessant war die Wirkung des Jokers auf uns, der ja von Jared Leto gespielt war. Außerdem vermutet Julia, dass Will Smith in den oben-ohne-Szenen ein Body-Double hatte 😉 Der Batman war übrigens auch sehr gut besetzt.

Übrigens lebt der Film durchaus auch von dem bitterschwarzen Humor, der hier und da immer in den richtigen Dosen eingestreut wird. Ich sag nur „Ich habe Batman getötet“. Herrlich.

In der Zusammenfassung kann man also sagen: Bilder top, Besetzung topper, Soundtrack am toppesten. Story… äh wer geht Harley Quinn wegen der Story gucken?

Für Marvel-Fans, Kino-Fans, Will Smith und Margot Robbie Fans ist der Film absolut empfehlenswert. Wer eine gute Story erwartet sollte vielleicht einen anderen Film ins Auge fassen 😉

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Ich kann diesen Terror-Wahn nicht mehr hören

10. August 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Es stehen wichtige Wahlen an: NRW wählt den Landtag und Deutschland den Bundestag in 2017. Das kann man gar nicht oft genug betonen, diese Tage. Denn in genau dem Kontext muss man sehen, dass die CDU gerade wieder versucht, sich als Law-and-Order-Partei zu profilieren.

„Anlass“ ist natürlich der vermeintliche Terror, der unser aller Leben bedroht. Und De Maiziere, von uns allen ob seiner Besonnenheit geliebter Minister für Inneres prescht schon mal vor:

  • Die Vorratsdatenspeicherung soll ausgeweitet werden
  • Mehr Videoüberwachung
  • Ermittlungen aucch schon gegen Kinder
  • Aufweichen der ärztlichen Schweigepflicht…

… wenn man dem Artikel in der SZ glauben mag, gibt es für den ausufernden Sicherheitswahn der CDU/CSU keine Grenze mehr. Die Notwendigkeit für all das wird, passend wie immer, mit einer Verhaftung einer „möglicherweise“ ganz großen Nummer des internationalen Terrors begründet:

Ein Terrorverdächtiger ist in Rheinland-Pfalz vorläufig festgenommen worden. (…) Es bestehe der Verdacht, dass es sich um einen hohen Repräsentanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handle. Quelle: KStA

Kann sich noch irgendwer an die ganzen vermeintlichen Top-Terroristen und Bombenbauer erinnern, die in den letzten Jahren so aufsehenerregend verhaftet wurden und von denen man nie wieder was gehört hat? Oder bei denen man dann einräumen musste, dass außer Spesen nix gewesen?

Natürlich gäbe es einen anderen Ansatz. Man könnte zum Beispiel in Bildung investieren, die Menschen zu mündigen und aufgeklärten Bürgern heranreifen lassen, die von sich aus eine Gesellschaft formen, in der Terror keine Chance hat.

Aber das ist natürlich eine Illusion. Ganz besonders übrigens im von der Union schon fast monopolistisch beherrschten Bayern.

Und so werden wir auch morgen wieder erleben, wie vermeintliche Sicherheit über Freiheit gestellt wird. Und man lieber von Zeit zu Zeit mit großem Spektakel einen vermeintlichen Top-Terroristen in der Presse hat, statt mal zu lesen das es keinen Lehrermangel, keine überfüllten Klassen und keine perspektivlosen Jugendlichen gibt. Aber hey, auch die CDU muss Prioritäten setzen und alles geht nun wirklich nicht.

 

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Wenn das Land seinen Beamten den Mittelfinger zeigt

9. August 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Beamte, so schlecht ihr Ruf auch sein mag, leisten in der Regel gute Arbeit. Und wenn wir mal ehrlich sind, erleben wir das auch regelmäßig. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die gibt es überall.

Beamte haben ihrem Dienstherren, also z. B. dem Land NRW gegenüber, eine besondere Treuepflicht. Und die gilt sogar dann, wenn man gar nicht mehr aktiv im Dienst ist. Beamte haben auch keinen Arbeitsvertrag im klassischen Sinne.

Daraus erwächst für den Arbeitgeber eine sehr komfortable Position. Denn faktisch gibt es wenig, dass Beamte einklagen können, weil zwar sie gegenüber dem Land Treu sein müssen, das Land sie aber „nur“ alimentieren muss. Und das ist laut Wikipedia so:

Das Alimentationsprinzip bezeichnet die Verpflichtung des Dienstherren, Beamten während des aktiven Dienstes, bei Krankheit und Dienstunfähigkeit und nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst aus Altersgründen amtsangemessene Dienstbezüge zu gewähren. Die Alimentation begründet sich aus dem Treueverhältnis des Beamten gegenüber dem Staat und soll ihm die angemessene Amtsführung ohne wirtschaftliche Schwierigkeiten ermöglichen, die sein Amt erfordert.

Es wird also nicht nach dem gezahlt, was man macht. Sonder nach dem Amt und damit nach der Besoldungsgruppe. Das ist bei Angestellten anders, die nach Tätigkeit bezahlt werden. Und es bringt ein weiteres Problem, denn der Gesetzgeber hat nur einen Teil des Gehaltes wirklich zu zahlen – der Rest ist „nice to have“.

Das wiederum führt dazu, dass man den Beamten das Urlaubsgeld streichen konnte, die wöchentlicheArbeitszeit erhöhen, das Weihnachtsgeld auf einen Witzbetrag herunterechnen und den Pensionseintritt deutlich nach hinten schieben konnte. Und dagegen wehren? Leider nicht vorgesehen… Man hat ja keinen Vertrag auf den man sich berufen könnte und denkt an die Treuepflicht…

Und jetzt zeigt das Land den Beamten mal wieder den Stinkefinger. Denn:

Bei Gehaltserhöhungen wartet das Land gerne die Ergebnisse bei den Tarifbeschäftigten ab. Dann wird den Beamten versprochen, dass das Ergebnis der Tarifverhandlungen übernommen wird – aber erst ein halbes Jahr später oder so. Und 1:1, wenn man vernachlässigt, dass das Land weitere Teile als „Pensionsrücklage“ abzieht. Und so sollten dann die Beamten des Landes im August, ein halbes Jahr nach den Angestellten, 2,1% mehr Lohne bekommen – mindestens aber 75€.

Und genau das ist der Knackpunkt. Denn mindestens 75€ bedeutet für mich: Wenn die 2,1% nur 60 oder 70€ sind, muss einfach was aufgelegt werden.

Das Land sieht das natürlich anders und sagt, man macht eine „Günstigkeitsprüfung“. Günstig aber allenfalls für das Land – und so liest man auf der Seite des LBV NRW:

Die Bezüge erhöhen sich ab 01.08.2016 um 2,1 % (2,3 % minus 0,2 % Versorgungsrücklage) – mindestens um einen Prozentsatz, der einem Erhöhungsbetrag von 75 € entspricht (Günstigerprüfung).

Ähm konkret bedeutet das nämlich in der Interpretation des Landes: Wenn die Beamtin oder der Beamte mit 2,1% nicht 75€ bekommt, bekommt er weniger, sofern das was er bekommt mehr als 2,1% wäre. Verstanden? Ich auch nicht:

Die Berechnung ist wie folgt durchzuführen:

  1. Der Betrag von 75 € wird durch das bisherige Grundgehalt geteilt und dann multipliziert mit 100.
  2. Der sich daraus ergebende Prozentsatz wird um die Versorgungsrücklage in Höhe von 0,2 % gemindert.
  3. Das bisherige Grundgehalt ist um den so errechneten Prozentsatz zu erhöhen.

Beispiel:
A 10, Stufe 4 – bisheriges Grundgehalt: 2.721,89 €

     75 €        x 100    = 2,7554 % minus 0,2 % = 2,5554 % Erhöhung
2.721,89 €

Ergebnis:
Bei dem/der Bezügeempfänger/in wird das bisherige Grundgehalt um 2,5554 % erhöht; dies entspricht einem Erhöhungsbetrag von 69,56 €. Das neue Grundgehalt beträgt 2.791,45 € ab August 2016 (2.721,89 € + 69,56 €).

Alles klar? Ganz konkret bedeutet das für den Kollegen nebenan (A9, Stufe 8), dass er von 2861€ Brutto auf 2931€ steigt. Das sind 70€ – und eben nicht 75. Weil es für das Land halt „günstiger“ ist, ihn auch da noch über den Tisch zu bedienen.

 

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Trums vs. Trump…

8. August 2016 Kommentare ausgeschaltet
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… und jetzt weiss ich auch nicht…

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E-Auto-Prämie hilft dem Klima gar nicht? Nein, jetzt bin ich aber überrascht m(

2. August 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Ich weiß gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Von Anfang an bin ich ja erklärter Gegner der Prämie für E-Auto-Käufer. Nicht nur, weil ich es für eine verfehlte Politik halte, sich nur auf den PKW-Verkehr zu beschränken, z. B. durch Ausschluss von eBikes.

Sondern vor allem, weil ich der festen Überzeugung bin, dass das nach der Abwrackrpämie der zweite Anlauf ist, der Autoindustrie was Gutes zu tun. Sie dafür zu belohnen, dass sie sich nicht auf E-Mobilität konzentriert und ihr zu helfen, ihre Ladenhüter los zu werden.

Und jetzt, wenig überraschend, muss das Bundesverkehrsministerium unter CDU-Führung einräumen, was nicht nur die Spatzen schon längst von den Dächern pfiffen:

Das milliardenschwere Förderprogramm, mit dem die Bundesregierung Deutschland zum elektromobilen Musterland machen will, trägt den Namen „Umweltbonus“. Wer dachte, dass die Regierung damit die Luftqualität in Städten verbessern möchte, sieht sich nun leider ent- beziehungsweise getäuscht: „Der Absatz von circa 300.000 Elektrofahrzeugen alleine hat auf die Reduktion von Luftschadstoffen einen geringen Einfluss“. So lautet die überraschend ehrliche Antwort von Dorothee Bär (CSU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Quelle: Tagesspiegel

Das Schlimme an der Antwort ist doch, dass sie völlig logisch ist. Und die einzige Überraschung wohl wirklich die Ehrlichkeit von Bär ist.

So lange wir nicht darüber nachdenken, den PKW-Verkehr so zu gestalten, dass die Menschen jedes Mal bewußt FÜR das Auto eine Entscheidung treffen müssen, wird sich am PKW-Verkehr wenig ändern. So lange die Politik in Berlin weiter mehr und größere und schnellere Straßen für ein probates Mittel hält, wird sich ebensowenig ändern.

Ändern könnte sich was, wenn man Programme zur gemeinsamen Nutzung von Fahrrad und Bahn/Bus für Pendler auflegt, die über das bisherige Job-Fahrrad hinaus gehen. Ändern könnte sich was, wenn man den innerstädtischen Verkehr stark aus der PKW-Fokussierung in Richtung ÖPNV/Fahrrad schiebt. Wenn man endlich mal die Dreckschleudern namens „Frachtschiffe“ und „Kreuzfahrtschiffe“ ins Visier nehmen würde.

Aber das würde ja was ändern. Das war hier von vornherein nicht gewollt. Hier wollte man VW und Co einen Gefallen erweisen. Zumindest der Teil ist allerdings auch in die Hose gegangen, was mich ein bisschen schadenfroh sein lässt.

Kategorienökologisch, ökonomisch, politik Tags:

FDP: Langzeitarbeitslose? Die sind krank.

27. Juli 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Das mag nach einem schlechten Witz klingen:

Schon länger gehe ich davon aus, dass es in Deutschland durch Automation und effektivere Prozesse keine Vollbeschäftigung mehr geben kann und fordere, die Gesellschaft darauf vorzubereiten.

Die FDP sieht das naturgemäß anders.

Wie anders, erfuhr ich heute von Beret Roots, überzeugte Kämpferin für die Liberalen. Auf meinen entsprechenden Hinweis, dass ich keine Chance für eine Vollbeschäftigung sehe, antwortete sie auf Facebook wie folgt (Screenshot):

also noch ist eine Gesellschaft, in der Vollbeschäftigung nicht möglich ist, ferne Zukunftsmusik.
In Deutschland ist es noch so, dass DURCH Effizienzgewinne mehr Jobs insg. entstehen.
Wir haben quasi Vollbeschäftigung, wenn man die Langzeitarbeitslosen raus nimmt.
Ich denke bei denen stimmt meist was nicht. Psychische Probleme, soziale Probleme oder ähnliches.
Die bräuchten ne andere Betreuung.
Ein Bekannter von mir hat in Zusammenarbeit mit einer Psychologin solche Leute, die seit Ewigkeiten arbeitslos ist, mal einer Diagnose unterzogen – die meisten waren klinisch auffällig und hatte noch niemand diagnostiziert.

Ich will gar nicht bezweifeln, dass bei einer psychologischen Betrachtung Langzeitarbeitslose auffällig sein können. Ich wäre es, wenn man mich Jahre von der gesellschaftlichen Teilhabe fern und mit Hartz-IV in Armut hält.

Berets Bild ist aber in meinem Empfinden typisch für das, für das die FDP steht: Wer in unsere Gemeinschaft abgehängt wird, wird schon selbst „schuld“ sein. Oder halt krank.

Was mich persönlich besonders enttäuscht ist, dass ich Beret, die ich gelegentlich an den unwahrscheinlichsten Orten treffe, eigentlich mag und gerade von ihr nicht erwartet hätte, ein solches Weltbild sich zu eigen zu machen.

Kategorienpolitik, wahlkampf Tags:

Star Trek: Beyond

26. Juli 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Wochenende ist Kino-Zeit und deswegen war ich gestern im Kino. Den neuen Star Trek gucken. Nach der herben Enttäuschung von Independence Day 2 war ich aber skeptisch.

Und nach den ersten Minuten war dann auch schnell klar: Überhaupt kein Vergleich.

Während man in ID2 so gar nicht rein kam, erzählt Star Trek eine nette, mehrschichtige aber nicht komplizierte Geschichte. Wie sie aus jedem Film oder jeder Folge TNG sein könnte. Das ganze gepaar mit wirklich guten Bildern ist schon sehenswert.

Woran der Film aber am meisten gewinnt ist die Darstellung der Charaktere. Die sehr schön an die „Originale“ aus meiner Jugend angelehnt sind und die mit viel Liebe zu Detail gezeichnet werden. Einzig die eher feministischen Kinobesucher werden Scotty nicht mögen. Ansonsten aber ist jeder Charakter einzigartig und wirklich gut gemacht.

Für meinen Geschmack spielt der Film zu wenig im Weltall, aber das ist zu verschmerzen. Tatsächlich geht man am Ende aus dem Kino und fühlt sich einfach gut unterhalten. Davon hatten wir dieses Jahr noch nicht so sehr viele Filme 🙂

Also: Sehenswert!

Kategorienfilm Tags:

Blockxit: Oh mein Gott wie peinlich!

25. Juli 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Vor ein paar Tagen habe ich bei Fefe einen Rant zu Blockxit gelesen und mich amüsiert. Aber nicht weiter drüber nachgedacht. Tangierte mich nicht weiter, interessierte mich nicht weiter. Bis heute:

Ich wollte beim Stern etwas über die Plasberg-Sendung gestern lesen. Und der Stern empfing mich so:

stern1Naja… zumindest ausprobieren kann man es ja vielleicht mal. Weil vielleicht die Websites ja gelernt haben, was man Usern besser nicht zumutet. Gleichwohl der fette Rand mir schon komisch vorkam. Aber ausnahmsweise mal den Blocker deaktiviert und die Seite neu geladen.

Es dauert.

Es dauert.

Unten sehe ich welche Server alles kontaktiert werden und irgendwann lädt die Seite:

stern 1Und direkt zwei animierte, blinken und blitzende Werbungen. Das rote Feld rechts blinkt, das Bild bewegt sich. Die Werbung oben scrollt immer von links nach rechts in Bild.

Wie zum Teufel soll ich bei einer solchen Scheisse in Ruhe lesen können, wenn im Sichtfeld ständig was blinkt? Und glaubt irgendjemand, dass ich da wirklich drauf klicke? Mal abgesehen davon, dass der Code für die Werbung auch hätte Schadcode sein können?

Also Ad-Blocker wieder aktiviert. Und Fefe hat Recht:

Legt doch mal für ne Sekunde das Koks weg. Vielleicht sehr ihr dann, wie sehr ihr euch gerade zum Stück Brot macht.

 

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Der islamistische Terror von Ansbach…

25. Juli 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Das Wochenende war geprägt von Schreckensmeldungen über Menschen, die ihre Mitmenschen verletzten und töten wollten. Einer der traurigen Höhepunkte war das Selbstmordattentat in Ansbach mit 12 Verletzten und einem toten Attentäter.

Unmittelbar danach wußte der bayrische Innenminister zu sagen, seiner Meinung nach handele es sich um einen islamistischen Terroranschlag?

Ja?

Vielleicht war der Sprengstoff sogar vom IS. Nur…

Nach allem, was ich bisher halbwegs gesichert erfahren konnte, handelte es sich um einen Syrer, der vor 2 Jahren die Flucht aus seiner zerbombten Heimat nach Deutschland geschafft hat. Nur damit sein Einreiseantrag vor einem Jahr abgelehnt wurde und er seit einem Jahr(!) im rechtlichen Niemandsland des Gedulded-seins verweilt. In einem der reichsten Länder der Erde nicht am Leben teilnehmen zu dürfen und jeden Tag abgeschoben werden zu können.

Ein Mann, der polizeibekannt mindesntes 2 Mal(!) versucht hat sich das Leben zu nehmen.

Einem Menschen, der in den letzten Tagen wieder erleben durfte, das Du nur dann aus der Anonymität ausbrechen  kannst, wenn Du den Medien Futter hinwirfst. Lauf mit einer Axt Amok, Schiesse in einem Einkaufszentrum wild um Dich oder… ja spreng Dich halt bei einem Festival in die Luft.

Und plötzlich kennt man Deinen Namen. Dein Schicksal. Weiß wer Du bist.

Ich will nicht sagen, dass der Münchener Amoklauf und der in Ansbach in Bayern passiert sind, weil gerade Bayern ja eine erzkonservativ geprägte Einstellung zu Ausländern zu haben schein. Aber ich würde mich freuen wenn wir mal darüber nachdenken.

Und wenn wir endlich mal darüber nachdenken die Rolle der Medien als Katalysator zu hinterfragen. Es mag einfacher erscheinen im Fall von München (mal wieder) Computerspielen die Schuld zu geben und im Fall von Ansbach das Gespenst des IS.

Aber ist das ernstlich wahrscheinlicher, als das die Täter auf eine große Medienwirksamkeit ihrer Taten setzen konnten? Das sie bewußt entschieden haben mit einem lauten Knall aus dem Leben zu scheiden, statt anonym drauf zu gehen?

Und können wir jetzt vielleicht anfangen darüber nachzudenken, dass die Presse mit solchen Anschlägen umgeht wie mit Suizid? Über den man nicht, nicht personalisiert und am Besten gar nicht, berichtet um keine Nachahmer zu motivieren?

Oder gehen wir den einfachen Weg, lauschen Herrmann, machen uns vor fiktivem Terror in die Hose und bauen unseren Staat weiter zum Sicherheitsstaat um? Wohl wissend, dass all die Überwachung keine der Taten am Wochenende verhindern konnte?

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