Ich bin so müde…. #Klimakrise

Der Juni 2026 war geprägt von einer historischen Hitzewelle:

Dabei wurden sowohl der Juni-Temperaturrekord aus dem Jahr 2019, als auch der Allzeitrekord vom Juli 2019 eingestellt beziehungsweise übertroffen. Mit +41,8 Grad war es am 27. Juni über Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) in Deutschland so heiß wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1881.

Und dem dröhnenden Schweigen von Kanzler Merz, CDU. 

Der Juli schließt sich an und obwohl üblicherweise bei uns sehr regenreich, zeichnet sich der siebte Monat vor allem durch eines aus: Trockenheit und Dürre.

Schon seit sechs Wochen sei es in NRWviel zu trocken, sagt WDR-Meteorologe Jürgen Vogt. „Der Juli ist bisher an vielen Orten der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnung.“

Dafür muss ich aber nicht die Nachrichten lesen. Ich sehe und fühle das auf meinen häufigen Runden durch den Wald bei mir daheim. Die Blätter an den großen Bäumen sehen aus wie im Herbst, die Sträucher und Gräser sind vertrocknet. Und auch die Felder sehen nicht gut aus – was auch Folgen für die Lebensmittelpreise haben wird. 

Und habt Ihr jetzt ein Deja-vu? Dann zurecht, denn auch 2025 sah es nicht besser aus.  Das erinnert mich an zwei Dinge. Zum einen natürlich an Jens Spahn, als er vom „grünen Gas“ fantasierte. Dazu schreibe ich aber morgen noch was.

Heute soll es hier um die FDP gehen, genauer die FDP in Voerde. Denn die Nachrichten erinnern mich schmerzlich daran, wie die FDP Voerde 2019 verhindern wollte, dass wir den Klimanotstand ausrufen und damit u. a. verpflichtend alle Maßnahmen der Kommune auch immer auf ihre Klimafolgen bewerten. 

Das ist die gleiche FDP Voerde, die „Friday für Hubraum“ eine geile Sache fand und trotz jährlich steigender Temperaturen klimaschädliche Flüge möglichst billig halten wollte. Und dieser, sagen wir mal Meinungsstreit, geht schon seit 2018, als die FDP Voerde versuchte, das Austrocknen des Rotbachs in Dinslaken einfach mal umzudeuten – fernab jeder wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel. 

Das bedeutet, dass ich seit fast 10 Jahren zusehen muss, wie unser Klima immer schneller immer extremer wird. Bisheriges Highlight war dann, einen Piloten zum Bürgermeisterkandidaten gemeinsam mit der CDU aufzustellen. 

Ehrlich, ich kann das alles nicht mehr. Mir kann niemand erzählen, dass nicht auch die alten Herren der FDP (Voerde) längst begriffen haben, dass die Welt brennt. Aber das bewirkt offensichtlich nicht, dass man jetzt endlich gegensteuert, weil jeder Euro den wir heute in Klimaschutz stecken uns langfristig viele Euros an Klimafolgenbekämpfung spart. 

Wie geht so was? Wie kann ein Politiker aus der FDP oder der CDU, bewusst nicht gegendert, seinen Kindern oder Enkeln noch in die Augen schauen, wissend, dass sie gerade dabei sind, den blauen Planeten in eine lebensfeindliche Wüste zu verwandeln?

Wie geht so was?

Ich verstehe es nicht. 


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