Merz, Spahn, CDU & CSU: Wie Rechts ist rechts genug?

Sorry, ich muss wieder auf das alte Thema zurück kommen. Nachdem Merz das Stadtbild bejammert hat und Migration als Wurzel allen Übels erkannte, sah Spahn darin die drängendste Sorge der jüngeren Deutschen

Und es scheint so, als würde man damit über das innen- und außenpolitische Versagen ablenken wollen. Reiche ruiniert die Wirtschaft, Spahn und die Masken, Scheuer und die Maut, Merz und sein Auftreten im Ausland, die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Statt aber daran etwas zu machen, kommt in bestem Trumpismus das Anschmeicheln an den rechten Rand. Keine Lösungen, nur laute Töne.

Und das ist fatal. Denn wenn man mal schaut erkennt man, dass die Bevölkerung in Deutschland rückläufig ist. Sogar die Welt, nicht das übliche linke Kampfblatt, erkennt das:

Die deutsche Bevölkerung schrumpft und vergreist. Um die drohende Arbeitskräfte-Lücke zu schließen, werden bis 2050 mehr als eine halbe Million Zuwanderer im Jahr gebraucht – nicht nur aus Europa.

Quelle: Welt

Und das ist keine neue Erkenntnis. Das wissen wir schon seit fast 2 Jahrzehnten. Denn schon 2010(!) schrieb der Spiegel:

Deutschland benötige „dringend Arbeitskräfte und Zuwanderer aus dem Ausland“, sagte Zimmermann dem „Hamburger Abendblatt“. Nötig seien „mindestens netto 500.000 mehr Menschen pro Jahr, um unsere Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern“.

Quelle: Spiegel

Um so erschreckender, wenn sich Merz jetzt hinstellt und völlig unnötig fordert, 80% der Menschen die vor Krieg und Armut aus Syrien zu uns gekommen sind, wieder zurückschicken zu wollen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt die Rückkehr von 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland an.

Quelle: ZDF heute

Viele, die das treffen würde, leben hier fest verankert. Haben einen Job, die Kinder machen Ausbildungen oder studieren und manche kennen gar nichts anderes als Deutschland. Und obwohl wir diese Menschen dringend brauchen, macht der Kanzler der „Christ“-Demokraten der NOafd hier ein verführerisches Angebot und setzt die von ihr gewollte „Remigration“, also Ausweisung und Abschiebung und Vertreibung von Menschen, zum politischen Ziel.

Gegen alle Vernunft. Gegen jede Forderung aus der Wissenschaft, dass wir die Einwanderung fördern und die Integration beschleunigen müssen, um dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen zu können. Gegen jede Menschlichkeit. 

Und erst vor wenigen Tagen konnte man lesen:

Bis zum Jahr 2029 wird der Bedarf an neuen Arbeitskräften um rund 440.000 Stellen höher sein als das Angebot an Arbeitskräften, das dann auf den Markt kommt. Dabei wurde schon abgezogen, dass aufgrund der wirtschaftlichen Lage bis dahin voraussichtlich rund 450.000 Stellen abgebaut werden. Es ist ein Arbeitskräfterückgang, wie es ihn in den vergangenen 40 Jahren nicht gab.

Quelle: Spiegel

Man kann nicht anders als anzunehmen, dass wir mitten im Trumpismus sind. Die konservativen Politiker bedienen sich am Staat und spüren keine Reue. Egal ob Maut, Masken oder Abendessen. Es wird Politik gegen das Wohl des gesamten Volkes und für eine rechte Minderheit gemacht. Der Kanzler blamiert uns derweil im Ausland. Und vergiftet die Stimmung im Land, wenn er auf alles Reflexhaft mit „die Ausländer!!!EINSEINSELF!“ reagiert. Und damit die Demokratie und den Zusammenhalt sturmreif schießt. 

Deutschland kann so viel mehr.

Deutschland kann so viel besser.

Aber einen Kanzler Merz und die dahinterstehende Reihe mit Menschen wie Spahn, Reiche, Scheuer, Dobrindt und anderen, das können wir uns einfach nicht mehr leisten. Weder wirtschaftlich, noch menschlich.


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