Der Merz, die CDU, die AfD

Die CDU ist ja, leider, Dauergast hier im Blog und damit natürlich auch Friedrich Merz.  Und egal wie sehr ich mir wünsche, ich müsste nicht über ihn bloggen: Er kommt wie ein Zombie immer und immer wieder.

Und ich habe das Gefühl, er macht es mit jedem Mal, dass er was sagt, schlimmer.

1. Äußerung: „das problematische Stadtbild

Wunderschöne Anlehnung an das, was die AfD propagiert. Von einem Kanzler, der im Sauerland lebt und Problemviertel nur aus der Perspektive seiner gepanzerten Fahrzeuge zu kennen scheint. Der kein Wort darüber verliert, welche Rolle der Bund dabei hat, dass die Kommunen nicht die Mittel haben, die sie brauchen um die mannigfaltigen Probleme anzugehen. Weil das seine Verantwortung wäre. Sondern der die Verantwortung auf Menschen mit  Migrationsgeschichte schiebt.

2. Äußerung: „die Töchter

Statt zu erkennen, dass er sich hier total verrannt hat und einen Schritt zurück zu machen, geht er in bester Simpsons-Manier vor und schiebt seine(!) Wahrnehmung ominösen Töchtern zu-

Die Folge: Proteste auf den Straßen, gegen ihn. Das sind übrigens Aussagen von dem Merz, der gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe war, ein Gegener der Reform des § 218 StGB ist und der sich gegen die Gleichberechtigung stellte.

Aber das ist noch nicht hart genug:

3. Äußerung: „die Guten und die Schlechten

In völliger Missachtung des Geistes des Grundgesetzes, vor dem alle Menschen gleich sind, wechselt er von den Frauen und Töchtern zu den wünschenswerten, weil arbeitenden, und nicht wüschenswerten, weil nicht arbeitenden, Menschen mit Migrationshintergrund.

Das passt irgendwie in seinen haltlosen Vorwurf, zu uns geflüchtete Menschen würden den vermeintlich hart arbeitenden Deutschen ihre Plätze beim Zahnarzt wegnehmen. Wie Absurd es ist, alleine das zu tippen. Wobei der auch keine Hemmungen hat, pauschal jugendliche Menschen mit migrantischer Geschichte als „kleine Paschas“ zu bezeichnen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Merz nicht Kanzler werden wollte, um Deutschland nach Vorne zu bringen. Sondern um die gefühlte Schmach auszugleichen, dass Merkel Kanzlerin an seiner Stelle wurde.

Nach wie vor bin ich auch der Meinung, dass die Union zum Machterhalt mehr und mehr das Playbook der Republikaner unter Trump kopiert. Belege dafür habe ich auch hier im Blog schon positioniert.

Ich habe auch die Überzeugung, dass die SPD derzeit so vieles schluckt, weil bei einer platzenden Regierung der nächste Kanzler von der AfD gestellt wird. An der Stelle muss ich aber langsam die Frage stellen, wo der Unterschied ist, wenn der Kanzler der Union Menschen in gut und willkommen sowie nicht gut und unwillkommen unterteilt, mit haltlosen Vorwürfen um sich wirft und unter ihm einen beispiellosen Rechtsruck der Union geschieht.

Mir stellt sich die Frage, ob die Union wirklich die AfD bekämpfen will, oder sich nicht doch schon auf eine gemeinsame Regierungszeit vorbereitet.

Insbesondere deswegen müssten sich die SPD, die Grünen und die Linken gerade jetzt viel stärker Gehör verschaffen und gemeinsam für ein soziales, freies und gerechtes Deutschland eintreten. Damit bei der nächsten Wahl eine Trendwende erfolgen kann. Denn alles was Merz bisher erreicht hat ist, dass die AfD stärker scheint(*) als je zuvor.

 

*) Die Wahlniederlagen zeigen, dass die AfD aktuell ein Scheinriese ist. Mit der Normalisierung ihrer Politik durch die Union dürfen wir uns aber nicht darauf verlassen, dass das noch lange so bleibt.

 


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