Spahn ist weg. Aber ist er es wirklich? Und wenn ja, wohin?

Da ist Spahn also zurückgetreten worden

Nicht, weil er Milliarden Steuergelder mit Maskendeals verschleudert hat. Nicht wegen seiner etwas merkwürdigen Finanzierung seiner Villa. Nicht wegen des Dinners, während Corona, bei der man gegen Bezahlung in seiner Nähe sein durfte. Nicht wegen seiner Nähe zu Peter Thiel. Nein, wegen einer Leihmutterschaft.

Es sagt viel über die CDU, dass der Kanzler sich selbst schützt, wenn es um dieses Thema geht, während alle anderen Themen egal zu sein schienen. Es sagt viel über die Gesellschaft an sich. 

Was mit in der Diskussion aber zu kurz kommt ist, dass er zurückkommen wird. Genau wie Amthor nach der Geschichte mit Augustus Ingelligence oder andere. Sein Verhalten wir auch auf Dauer so Folgenlos sein, wie das von Scheuer mit der Maut oder Dobrindt mit den Grenzkontrollen.

Ich denke, Spahn will noch was werden. Jetzt galt es erst mal, den eh schon angeschossenen Kanzler zu schützen und so tun, als gäbe es in der Union eine Struktur, die in Krisen greift. Persönlich nehme ich an, dass Spahn es jetzt erst mal ruhig werden lässt und auf das kurze Gedächtnis der Wähler*innen vertraut. Und dann auf die eine oder andere Art und Weise wieder in der Berliner Politik auftauchen wird. Ich glaube, dass er nach wie vor davon ausgeht, irgendwann Kanzler werden zu können. 

Was mir auch zu kurz kommt ist, warum es eine Leihmutter aus den USA war. Es gibt Menschen die sagen, wer eine Leihmutter nutzt, statt zu adoptieren, der ist vor allem auf die Weitergabe seiner Gene bedacht. Das mag sein. 

Für mich stellt sich aber die Frage, ob es nicht ein „Anchor Baby“ ist. Denn Kinder, die in den USA geboren werden, bekommen die amerikanische Staatsbürgerschaft. Was auch den Aufenthalt der Eltern inkludiert.

Spahn ist ja sehr eng mit Thiel in den USA vernetzt und nicht so doof, das er nicht eine Machtübernahme durch die AfD ausschließen würde. Schließlich scheint das der Kurs vieler in der Union zu sein. Weswegen ich mich frage, ob er als schwuler Mann hier nicht auch einen Plan B für ein Leben außerhalb Deutschlands ins Auge gefasst hat. Falls das mit der Rückkehr in die Macht nicht funktioniert und die politische Landschaft so kippt, dass er nicht Kanzler werden kann, weil die AfD schon zu stark ist. (Was irgendwie absurd ist, wenn man überlegt, dass deren Chefin eine bekennende Homosexuelle aus dem Ausland ist, die mit einer Person zusammen ist, die alles darstellt, gegen das die AfD ist.)

Das was mich daran erschreckt ist nicht nur, dass ich mir diese Frage stelle. Sondern das ich eine Machtübernahme der AfD für realistisch genug und Spahn für abgebrüht genug halte, um das als tatsächliches Szenario in Betracht zu ziehen. Und ich frage mich wirklich, warum diese Frage nicht diskutiert wird.

Dem Kind wünsche ich alles Gute.

Es wird reich aufwachsen, vermutlich aber nicht glücklich. 


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