Wenn Du nur ein Auto hast, sieht halt alles aus wie ein Parkplatz

Wenn Du nur ein Auto hast, sieht halt alles aus wie ein Parkplatz

In der NRZ ist wieder einer dieser tollen Artikel:

 

„Immer weniger öffentliche Parkplätze für immer mehr Autos. Wie soll das gehen? Eine Firma aus dem Rheinland hat da eine Idee. „

Ja, wie soll das gehen?

Gerade Autofahrer*innen sind ja bekannt dafür, dass sie sich immer an die Regeln halten, wenn es um das Parken ihres Autos geht.

Und sie leiden natürlich ganz besonders, weil die Radfahrer!

Beispiel Dortmund: Dort will die Stadt bis 2030 den Anteil der Wege, die nicht mit dem Auto zurückgelegt werden, auf zwei Drittel steigern. Dafür soll unter anderem die Zahl der öffentlichen Parkplätze reduziert werden – allein in der City von 2000 auf rund die Hälfte. Für den Innenstadtring wurden bereits 215 Parkplätze für einen neuen Radweg umgewidmet.

Was ich hier nicht lese ist, das mehr uns mehr Autos gekauft werden. So stellt das KBA fest:

Der Bestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um rund 688.000 Fahrzeuge und wies am 1. Januar 2024 rund 69,1 Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge auf (+1,0 %). Rund 60,7 Millionen entfielen auf Kraftfahrzeuge (Kfz) und rund 8,4 Millionen auf Kfz-Anhänger.

Das muss man sich mal vorstellen. Bei gut 82 Millionen Einwohner*innen.

Statt jetzt also mal zu überlegen, wie man das Problem löst, in dem man Anreize schafft, eben nicht immer mehr PKW zu kaufen, wird ein Artikel rausgehauen, der wieder wie eine Pressemitteilung wirkt. Natürlich gibt es jetzt eine tolle App und genutzt werden sollen….

… die Apshalt-Wüsten z. B. bei Supermärkten. Die oft riesig sind, meist nicht überdacht und begrünt. Weswegen eigentlich auch diese Flächen dringend wieder entsiegelt werden müssten, um z. B. bei Starkregen-Ereignissen zu helfen.

Aber irgendwie ist das Deutschland: Wir ordnen einfach alles dem Auto unter. Und hinterfragen gar nicht mehr, wie bekloppt das vielleicht ist.


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Ein Gedanke zu „Wenn Du nur ein Auto hast, sieht halt alles aus wie ein Parkplatz

  1. Kommentiere aus den Niederlanden und muss sicherlich nicht erzählen wie schön es sein kann, wenn die Fahrräder bei der Verkehrsplanung nicht nur berücksichtigt werden sondern mit die Hauptrolle spielen dürfen.

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